Maximilian Wienken triumphiert beim Ironman Hamburg

2019-08-06T09:32:22+00:006. August 2019|

Maximilian Wienken vom TuS Breitscheid bestritt am 28. Juli in Hamburg seinen dritten Ironman. Dabei erreichte er in allen drei Teildisziplinen neue Bestzeiten und Platz 13 seiner Altersklasse.

Nervös schaute Maximilian Wienken in den Tagen vor dem Wettkampf täglich nach, ob beim Ironman in Hamburg überhaupt geschwommen werden durfte. Eine rasant ansteigende Konzentration von Blaualgen in der Binnenalster drohte wie schon 2017 den Triathlon zu einem Duathlon zu machen. Die 3,8 Kilometer Schwimmstrecke hätte dann durch einen 10 Kilometer Lauf ersetzt werden müssen. Erst zwei Tage vor dem Start drehte der Wind und trieb die Blaualgen hinaus auf die Außenalster – Entwarnung!

So startete Wienken am Sonntag früh als einer von 2.500 Teilnehmern seinen dritten Ironman über den Schwimmkurs von 3,8 Kilometern. Nachdem er in 2017 im holländischen Limburg sein Debut auf der Triathlon-Langtrecke gab und sich dort 2018 um 30 Minuten auf eine Zeit von 9:47 steigerte, wollte er auf dem schnellen norddeutschen Kurs erneut eine Bestmarke setzen. Dass ließ sich dann auch direkt an der Schwimmzeit ablesen: nach nur 59:51 Minuten erreichte Wienken bereits den Schwimmausstieg, mehr als sechs Minuten schneller als vor einem Jahr.

Nach dem Wechsel auf die Radstrecke setzte er dann die Jagd nach der Bestzeit unvermindert fort. Der flache, zwei Mal zu fahrende Kurs führte zunächst über rund 30 KM rund um den Hamburger Hafen bevor anschließend weitere 60 km über eine Wendepunktstrecke entlang der Elbe zu fahren waren. „Hier merkte man schon die Nähe zur See“, so Wienken. „Der Wind war ganz schön kräftig und ich hatte das Gefühl, er kommt ständig von vorne“. Trotzdem hielt er ein konstant hohes Tempo über beide Runden und erreichte nach 185 km und 4:55 Stunden bereits wieder die Wechselzone. Damit betrug seine durchschnittliche Geschwindigkeit mehr als 37 km/h.

Beim abschließenden Marathon musste sich nun zeigen, ob Wienken hierbei nicht zu viele „Körner“ gelassen hat. Mit jedem gelaufenen Kilometer aber wurde klarer, dass er keineswegs „überzockt“ hatte, denn er hielt ein konstantes Tempo von 5 Minuten / Kilometer. Nach vier Laufrunden entlang der Binnenalster erreichte er so nach weiteren 3:30 Stunden den Zieleinlauf vor dem historischen Rathaus, wo tausende Zuschauer den Athleten einen begeisterten Empfang bereiteten. Mit  einer Gesamtzeit von 9:32 war er ganze 15 Minuten schneller als noch vor einem Jahr. Wie hoch diese Leistung zu bewerten ist zeigt auch der Blick auf das Gesamtfeld:  Wienken wurde 53.  der über 2.000 Herren und ließ auch den ein oder anderen Profi hinter sich.