Platz zehn für das Bundesliga-Team in Grimma

2022-07-22T11:14:02+00:00

Mit ambivalenten Gefühlen reiste die Bundesliga-Mannschaft des Triathlon
Team Ratingen 08 aus dem sächsischen Grimma ab. Platz zehn stellt ein
ordentliches Resultat für den Neuling in der 2. Triathlon-Bundesliga Nord
dar, aber insgeheim hatte sich man mehr versprochen vom Trip in den Osten
Deutschlands. Beim Muldental-Triathlon zeigte sich indes, dass das Niveau
der Liga und die entsprechende Anpassung für die „jungen Wilden“ aus
Ratingen anhaltend eine Herausforderung sind.

Top-Athlet aus den Reihen des TTR war wie schon vor einer Woche in Verl
Kader-Athlet Leon Vollstedt. Der Abiturient beendete den Sprint-Triathlon
über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen
in 57:45 Minuten als siebtschnellster Zweitligastarter. Der erstmals nach
langer Verletzungspause eingesetzte Jan Ortjohann schaffte mit einer Zeit
von 58:24 Minuten Einzelrang 15. Lennard Böge (1:01:41 Stunden, Rang 58) und
Christopher Reiß (1:02:35 Stunden, Platz 65) machten das Ratinger Resultat
komplett. Das Streichergebnis lieferte der untröstliche Jan Baumgarten, der
seinen Wettkampf in 1:03:10 als 70. beendete, nachdem er in Verl noch
Zehnter werden konnte.

Georg Mantyk: „Nicht unzufrieden, aber wir hatten uns mehr erhofft.“

„Ich bin nicht unzufrieden“, konstatierte Cheftrainer Georg Mantyk. „Aber:
Ehrlich gesagt, hatten wir uns ein wenig mehr erhofft. Man muss aber auch
immer einrechnen, dass nicht alles rund läuft und nicht jeder seine maximale
Leistung abrufen kann.“ So hatte Jan Ortjohann noch nicht seine eigentliche
Laufform und musste zudem eine Zeitstrafe von zehn Sekunden abstehen, da er
seinen Radhelm nicht ordnungsgemäß in die Wechselbox gelegt hatte. Jan
Baumgarten hatte Atemprobleme beim Lauf und beendete den letzten Split vier
bis fünf Minuten über seinen Fähigkeiten. „Das sind alles junge Burschen,
Hut ab vor den Leistungen, Fehler und Leistungsschwankungen passieren“,
relativierte Mantyk.

Klassenerhalt sollte kein Thema sein und in Bestbesetzung ist das TTR ein
guter Zweitligist

Der Rennverlauf bot eine erste Gruppe der starken Schwimmer, in der Leon
Vollstedt präsent war. Es folgte bis zum zweiten Wechsel eine zweite große
Gruppe, in der die zwei Ratinger „Jans“ vertreten waren. Leider konnte nur
Leon Vollstedt sein Laufpotenzial abrufen, die anderen zwei blieben unter
ihren Möglichkeiten.
Mit diesem zehnten Rang setzte sich das TTR-Bundesliga-Team aber relativ
deutlich von den Abstiegsrängen ab. „Ich bin überzeugt, dass wir in der Liga
bleiben und in Bestbesetzung eine der besseren Mannschaften stellen können“,
so Mantyk.

Beim Finale in Hannover hofft er auf die tatsächliche Bestbesetzung, da
Morten Schmidt nach Knieproblemen wieder im Training ist. „Morten ist
zusammen mit Leon und den beiden Jans der Kern der ‚jungen Wilden‘“, erklärt
der Trainer. Speziell das neue Format zweier Supersprint-Triathlons in
Zweier-Paaren, das in Hannover am 04. September erstmals in der Bundesliga
ausprobiert wird, komme seinem Team entgegen.